Tabellarische
Historie der Vaskulitis-Selbsthilfegruppe München
Juni 2000 Nach
mehrjährigen gesundheitlichen Problemen unklarer Herkunft und
vergeblicher Hinzuziehung einer Reihe von Fachärzten wird bei
einem Patienten aus dem Münchner Großraum von einer
niedergelassenen Rheumatologin der später im Krankenhaus
bestätigte Verdacht auf Vaskulitis geäußert.
Oktober 2000
Der Patient besucht nach Recherchen im Internet zusammen mit über
100 weiteren Patienten und Angehörigen aus ganz Deutschland eine
ganztägige Patienten-Informationsveranstaltung zum Thema
Vaskulitis in der Rheuma-Klinik Bad Bramstedt, Schleswig-Holstein.
November 2000
Während der Therapie seiner Vaskulitis mittels Immunadsorption
(eine Art Blutwäsche) im Krankenhaus München-Bogenhausen
erfährt der Patient von dem ihm dort behandelnden Oberarzt, Herrn
Dr. Mogk, dass im Oktober 2000 ein Vaskulitis-Informationstag auch
in diesem Krankenhaus stattgefunden hat.
Der Patient klagt
über die lange, erst zuletzt erfolgreiche Suche nach einem für
seine Beschwerden kompetenten Arzt und über das Fehlen
ausreichender Aufklärung bzw. über das Fehlen von Hinweisen auf
bereits bestehende Aufklärungsmöglichkeiten für Patienten mit
derartigen Beschwerden im Münchner Raum. Daraufhin beschließen
er und Herr Dr. Mogk spontan, die Gründung einer
Vaskulitis-Selbsthilfegruppe in München ins Auge zu fassen.
22.03.2001
Nachdem Herr Dr. Mogk sechs weitere von ihm behandelte
Vaskulitis-Patienten, die noch nichts voneinander gewusst hatten,
auf die geplante Selbsthilfegruppe angesprochen hat, kommt es zur
Gründungsveranstaltung" der Selbsthilfegruppe in einem Raum
des Bogenhausener Krankenhauses.
Zu diesem Termin ist
auch die Initiatorin und Leiterin einer bereits bestehenden
Selbsthilfegruppe für eine andere Erkrankung (Lupus-Gruppe)
eingeladen, die über ihre Erfahrungen bei Gründung und
Fortbestand ihrer Gruppe berichtet und wichtige Ratschläge gibt.
Die Treffen finden ab
jetzt regelmäßig jeden zweiten Dienstag im Monat um 19.00 Uhr
statt.
Herr Dr. Mogk nimmt an
den Treffen als ärztlicher Berater teil. Für die nächsten
Treffen setzen sich die Gruppenmitglieder die Aufgabe, sich
gegenseitig mit ihren Krankengeschichten näher kennenzulernen und
Klarheit über die Ziele der Selbsthilfegruppe und über die
weitere Vorgehensweise zu gewinnen.
Mai 2001 Die
Gruppe organisiert durch die freundliche Zustimmung des dortigen
Pfarrers einen Raum für die monatlichen Gruppentreffen im
Gemeindehaus der Pfarrei St. Rita in der Daphnestr. 27 in
München. Erstes Zusammentreffen in der neuen „Heimat" der
Gruppe.
Nachdem sich die
Gruppenmitglieder inzwischen näher kennen, wird als Struktur für
den zukünftigen Ablauf der Treffen festgelegt, dass jeweils nach
einem Arztvortrag von einer guten Stunde die Gruppenmitglieder
mindestens eine halbe Stunde zum Austausch von Erfahrungen und
aktuellen Problemen nutzen.
Herr Dr. Mogk, der die
Gründung der Gruppe maßgeblich mit veranlasst hat, erklärt sich
zur Freude der Gruppe bereit, unsere Gruppe auch in Zukunft von
ärztlicher Seite zu beraten und zu begleiten. Ab jetzt hält Herr
Dr. Mogk bei jedem unserer Treffen einen längeren Vortrag mit an
die Wand projizierte Übersichten und Bildern zum Thema Vaskulitis
und vermehrt somit zunehmend unserer Kenntnisse von dieser
Krankheit.
Juni 2001 Die
Gruppe hat ihre selbst erstellte und gepflegte Web-Seite, die uns
auch im Internet repräsentiert. Wir hoffen, damit weitere
Vaskulitis-Patienten zu erreichen und auf uns aufmerksam zu
machen.
August 2001
Sommerfest
November 2001
Die Gruppe erstellt ein Faltblatt mit Informationen zu unserer
Gruppe, das an Münchner Krankenhäuser geschickt und dort an
geeigneten Stellen angeschlagen wird.
01.12.2001
Durch das Glück, Kontakt zu einem auch journalistisch tätigen
jungen Arzt zu bekommen, gelingt es, dass im Münchner Merkur ein
längerer Zeitungsartikel zum Thema Vaskulitis erscheint, der auch
auf unsere Selbsthilfegruppe hinweist. Die Resonanz ist groß, zum
nächsten Treffen erscheint auch eine Hand voll neuer
Gruppenmitglieder.